Zusatztafeln (§ 54 STVO 1960)

StVO § 54 Abs. 1:

Zusatztafeln können ausschließlich UNTERHALB eines VZ gemäß §§ 50, 52 und 53 StVO sowie eines Lichtzeichens angebracht werden und können diese erläutern oder wichtige, sich auf das VZ beziehende, erweiternde oder einschränkende oder der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs dienliche Angaben machen.

StVO § 54 Abs. 2:

Die Angaben und Zeichen auf Zusatztafeln müssen leicht verständlich sein. Durch Pfeile kann in die Richtung der Gefahr gewiesen werden.

StVO § 54 Abs. 3:

Zusatztafeln sind rechteckige, weiße VZ und dürfen das darüber befindliche VZ seitlich nicht überragen.

StVO § 54 Abs. 4:

Existiert gemäß StVO §§ 50, 52 und 53 für eine bestimmte Situation ein VZ, so ist dieses zu verwenden und darf nicht durch Zusatztafeln zum Ausdruck gebracht werden. Zu beachten ist, dass Eintragungen auf Zusatztafeln, wie z.B. „Gilt ab..." während der ganzen Dauer der Baustelle lesbar bleiben müssen.

Die StVO führt nur 10 verschiedene Zusatztafeln in ihrer Form und in ihrer Bedeutung an, weitere Zusatztafeln können den Katalogen der VZ-Hersteller entnommen werden. Sind eigene Zusatztafeln zu entwerfen, so ist auf knappe Formulierungen und entsprechende Schriftgröße zu achten, besonders wenn die Angaben den fließenden Verkehr betreffen.

Die Schriftgröße soll sich an ähnlichen VZ (Wegweiser, Vorwegweiser, andere Zusatztafeln usw.) im betreffenden Straßenraum orientieren, wenn im Bescheid keine Angaben gemacht werden; sie wird für den ruhenden Verkehr bzw. im Ortsgebiet oder Freiland unterschiedlich sein. Allgemein bekannte Symbole können verwendet werden.

Vorgegebene Ausführungen sind in
StVO § 54 Abs. 5 angegeben:

  •  lit. a) gibt die Entfernung bis zur entsprechenden Straßenstelle an;
  •  lit. b) gibt die Länge eines entsprechenden Straßenstückes bzw. Ge- oder Verbotes an;
  •  lit. d) zeigt unter den VZ § 52 Z 23 ("Vorrang geben") oder Z 24 ("Halt") an, dass die Querstraße eine Vorrangstraße ist;
  •  lit. e) zeigt unter den VZ § 52 Z 23 ("Vorrang geben"), Z 24 ("Halt") oder Z 25a ("Vorrangstraße") an, dass eine Straße mit Vorrang in diesem Kreuzungsbereich einen besonderen Verlauf nimmt;
  •  lit. i) zeigt unter dem VZ § 52 Z 4a ("Überholen verboten") an, dass Zugmaschinen, Motorkarren und selbstfahrende Arbeitsmaschinen überholt werden dürfen. Soll dies z.B. auch für mehrspurige Motorfahrräder gelten, so ist dies zusätzlich kundzumachen.

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