Warnkleidung

Gemäß Bauarbeiterschutzverordnung (§ 109 BauV) müssen die bei Bau- und Erhaltungsarbeiten auf (oder in der Nähe von) Straßen mit Fahrzeugverkehr beschäftigten Arbeitnehmer mit geeigneter Warnkleidung ausgestattet sein.

Die RVS 05.05.41 gibt vor, dass Personen, die im Bereich befahrbarer Flächen tätig sind und nicht durch eine geschlossene Abschrankung vom fließenden Verkehr getrennt sind, haben Warnkleidung zu tragen.

Als Warnkleidung sind Anzüge, Jacken oder ärmellose Westen in Verbindung mit langen Hosen zu verwenden sind. Kappen, Gürtel und/oder Armbinden mit reflektierendem Rand sind als Ergänzung jederzeit möglich, dürfen aber eine Warnkleidung nicht ersetzen.

In der ÖNORM EN 471 "Hochsichtbare Warnbekleidung" ist genau beschrieben, wie die persönliche Schutzausrüstung hinsichtlich Material, Reflexeigenschaften und Art des Kleidungsstückes auszusehen hat. Insbesondere sind die reflektierenden Flächen hinsichtlich eines genügend großen Umfanges geregelt.

Dass die StVO im § 98 Abs. 2 noch immer Organe des Straßenerhalters, die mit der Erhaltung, Pflege und Reinigung der Straßen beauftragt sind, dann von dieser Tragepflicht ausnimmt, wenn bloß das VZ § 50 Z 9 ("Baustelle") aufgestellt ist, gilt seit der Kundmachung des Gesetzes im Jahre 1960, unabhängig von der Entwicklung des Verkehrs seither, und ist damit nicht mehr zeitgemäß. Es ist Aufgabe des Arbeitsgebers, die Warnkleidung zur Verfügung zu stellen, und liegt in der Verantwortung des Arbeitnehmers, diese auch zu tragen. Nur so ist bei Unfällen der volle Rechtsschutz gegeben.

Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie die Seite weiter nutzen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Mehr Infos Akzeptieren