Verkehrsbeeinflussungsanlagen

Wenn im Bereich von Arbeitsstellen eine Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) vorhanden ist, so soll diese in die Absicherung der Arbeitsstelle miteinbezogen werden.

Bei Arbeitsfahrten und Arbeitsstellen kürzerer Dauer darf die statische Beschilderung (VZ) zur Gänze oder teilweise durch Anzeigen am VBA-Querschnitt ersetzt werden, soferne der Inhalt des betreffenden Zeichens vollständig wiedergegeben wird. Bei Ausfall eines Anzeigequerschnitts ist entweder die statische Beschilderung umgehend aufzustellen oder die Baustelle umgehend vollständig zu räumen.

Bei Arbeitsstellen längerer Dauer soll die VBA unterstützend zur statischen Beschilderung Eingesetzt werden, sie kann diese aber nicht ersetzen, es sei denn, es ist eine unterbrechungsfreie Spannungsversorgung (USV) vorhanden (z.B. Tunnelvorportalbereiche).

Die Beschilderung der Baustelle darf an die VBA-Querschnitte angepasst werden. Dabei ist eine Verlängerung des Baustellenbereiches im Zulauf aus Gründen der Beschilderung bis 500 m zulässig, wobei Mindestabstände der Beschilderung aufgrund der Regelpläne nicht unterschritten werden dürfen.

Eine Vorankündung der Arbeitsstelle bis ca. 2500 m vor der ersten baustellenbedingten Geschwindigkeitsbeschränkung ist zulässig. Durch die Vorankündigung wird die statische Beschilderung bei 1000 m vor der Baustelle nicht ersetzt.

Die VBA-Querschnitte können zur Wiederholung der Kundmachung von Geschwindigkeitsbeschränkungen herangezogen werden. Ist eine USV vorhanden, darf auch der Beginn einer verordneten Beschränkung angezeigt werden. Die Anzeige des VZ „Baustelle" nach der ersten Geschwindigkeitsbeschränkung erfolgt nicht.

Da im Bereich von Arbeitsstellen starre Geschwindigkeitsbeschränkungen verordnet werden, dürfen keine flexiblen Geschwindigkeitsbeschränkungen angezeigt werden, damit keine Widersprüche zur statischen Beschilderung eintreten.

Fahrstreifensperren werden im Vorfeld durch Räumpfeile im Abschnitt zwischen dem ersten Voranzeiger für Fahrstreifenverlauf und dem Beginn des Verziehungsbereiches angekündigt. An einem Querschnitt wird dabei nur ein Räumpfeil gezeigt.

Die Sperre eines Fahrstreifens wird ab dem Beginn der Sperre, das ist ab dem Beginn der Verziehung, angezeigt. Wenn eine eindeutige fahrstreifenbezogene Anzeige nicht möglich ist, wird keine Fahrstreifensperre angezeigt.

Der Verschwenk bzw. die Einengung von Fahrstreifen wird nicht durch Räumpfeile angezeigt, da in diesen Fällen kein Fahrstreifenwechsel erfolgt.

Das Ende von Baustellen wird jedenfalls mit statischen VZ ausgestattet, soferne keine USV vorhanden ist. Eine Verlängerung der baustellenbedingten Verkehrsführung zur Einbeziehung vorhandener VBA-Querschnitte oder aus anderen rein beschilderungstechnischen Gründen darf nicht erfolgen.

Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie die Seite weiter nutzen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Mehr Infos Akzeptieren