Umleitungen

Gemäß RVS 05.02.12 sind Straßenstrecken, die wegen Bauarbeiten beschränkt befahrbar sind oder gesperrt werden müssen, mit VZ für die Kennzeichnung von Umleitungsstrecken auszurüsten. Eine Umleitung ist eine Maßnahme zur Verkehrslenkung und kann temporär oder dauerhaft erforderlich sein, wobei sie jeweils auch tageszeitlich begrenzt sein kann. Eine Umleitung kann auch nur für bestimmte Fahrzeugarten notwendig sein.

Umleitungen sind auf dem gesamten Streckenverlauf mit durchlaufend eindeutiger Zielangabe zu kennzeichnen. Die Umleitungsbeschilderung ersetzt eine bestehende Wegweisung und ist rückstrahlend auszuführen.
Ist eine Umleitung des Fußgänger- oder Radverkehrs notwendig, soll gem. RVS 05.05.44 die Umleitungsstrecke für Fußgänger nicht mehr als 50m und für Radfahrer nicht mehr als 500m betragen. Diese Ersatzroute muss für den Zeitraum der Umleitung deutlich ersichtlich sein.

Ob die Vorrangverhältnisse auf der Umleitungsstrecke beibehalten oder abgeändert werden, hängt von der Verkehrsstärke des bestehenden Netzes bzw. von der Stärke des Umleitungsverkehrs ab. Änderungen sind im Allgemeinen aus Gründen einer erhöhten Unfallgefahr zu vermeiden. Müssen Veränderungen vorgenommen werden, so ist dies durch zusätzliche Hinweistafeln (zB. "Vorrang geändert") an allen betroffenen Zufahrten hervorzuheben.

Gilt die Umleitung nur für eine bestimmte Fahrzeugart, so ist dies auf allen Umleitungswegweisern vom Beginn bis zum Ende der Umleitung anzuführen. Bei vorübergehenden und tageszeitlich begrenzten Umleitungen sind die Umleitungsvorankündigungen und Umleitungswegweiser mit der Angabe des Beschränkungszeitraumes zu versehen.

Bestehende Wegweiser, Vorwegweiser bzw. einzelne Ziele sind so außer Kraft zu setzen oder durchzustreichen, dass der ursprüngliche Wortlaut erkennbar bleibt. Wichtig ist dies vor allem dann, wenn Lenker die Umleitung nicht von Anfang an befahren, sondern im weiteren Verlauf der Umleitung auf diese stoßen und so rasch erkennen können, für welches ihrer Ziele die Umleitung gültig ist.

Umleitungen dürfen erst eingerichtet werden, wenn auf der vorgesehenen Strecke alle anderen vorzubereitenden Maßnahmen durchgeführt worden sind. Sie müssen insbesondere hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit (Gewichtsbeschränkungen) überprüft werden.

Wenn ein Straßenzug nach einer Kreuzung noch auf einer bestimmten Länge benützt werden kann, so ist es für die Straßenbenützer hilfreich, die Lage der Baustelle genau zu lokalisieren (Hausnummern, km-Angaben, noch erreichbare Firmen, noch erreichbare Querstraßen).

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