Sonstige Bestimmungen

Der Bauführer hat für jede Baustelle eine verantwortliche Person zu benennen, die ständig erreichbar sein muss, um beschädigte, verstellte oder in Verlust geratene Teile der Beschilderung und/oder Absperrung zu ersetzen. Die Hinterlegung der Daten hat auch bei der nächsten zuständigen Dienststelle der Exekutive zu erfolgen.

Die Aufstellung von Abschrankungen darf erst nach der Aufstellung der VZ erfolgen. Bei der Ausdehnung der Baustelle im Straßenquerschnitt ist einerseits die Restfahrbahnbreite zur Abwicklung des Verkehrs zu berücksichtigen, andererseits ist aber auch im Baustellenbereich das Zu- und Abfahren von Baufahrzeugen, die Lagerung von Material sowie der Schwenk bzw. Rangierbereich von Arbeitsmaschinen zu berücksichtigen. Zu- und Abfahrten von Baufahrzeugen sind so anzulegen, dass andere Verkehrsteilnehmer weder irritiert noch verunsichert werden.

Bei Straßen mit mehr als einem Fahrstreifen pro Fahrtrichtung (ausgenommen Autobahnen) dürfen gem. RVS 05.05.43 Fahrstreifen für PKW bis auf eine Breite von 2,50 m und Fahrstreifen für LKW bis auf eine Breite von 3,0 m eingeschränkt werden (einschließlich der erforderlichen Markierung). Fahrstreifen unter 3,0 m Breite sind durch Vorschriftszeichen „Fahrverbot für über 2,0 m breite Fahrzeuge" auf dem Voranzeiger für den Fahrstreifenverlauf zu kennzeichnen. Je Fahrtrichtung ist mindestens ein Fahrstreifen, bei mehrstreifiger Verkehrsführung zumindest der rechte Fahrstreifen LKW-tauglich zu markieren.

Bei langen Arbeitsstellen auf Straßen mit mehr als einem Fahrstreifen sind nach Maßgabe der örtlichen Gegebenheiten provisorische Haltebuchten in Abständen von rund 3 km einzurichten.

Ist zu bestimmten Zeiten vor der Baustelle mit Staubildung zu rechnen, so ist in einer Entfernung von 150 bis 250 m vor der Gefahrenstelle (Stauwurzel) auf diese Gefahr hinzuweisen. Dies ist gemäß StVO nur mittels VZ § 50 Z 16 StVO "Andere Gefahr" und Zusatztafel § 54 StVO mit dem Wortlaut "Staugefahr" möglich, die international gebräuchliche Darstellung einer Reihe versetzter Autos (auch in der Form eines Gefahrenzeichens) hat nur Informationsgehalt. Zusätzlich können Hinweistafeln mit Symbolen oder Text das Abstellen des Motors verlangen.

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