Arbeitsfahrzeuge

Arbeitsfahrzeuge haben zumindest folgende Sicherheitskennzeichnungen aufzuweisen: gelbe bzw. gelbrote Warnleuchte (z.B. Dreh-, Blink- oder Blitzlicht), rot-weiße Schraffen und ein VZ „Vorgeschriebene Fahrtrichtung" (§ 52 Z 15 StVO), schräg einweisend.

An jedem Fahrzeug müssen so viele Warnleuchten angebracht werden, dass von jeder Seite mindestens eine Warnleuchte sichtbar ist. Diese sind bei Arbeitsfahrten und Einsätzen bei Arbeitsstellen kürzerer Dauer einzuschalten.

Im Regelfall sind vorn und hinten am äußersten Rand des Fahrzeuges, sowie bei den die Fahrzeugbreite überragenden Teilen von Geräten (sofern diese Teile in den Verkehrsraum ragen) zusätzlich Tafeln mit Schraffen anzubringen.
Das VZ „Vorgeschriebene Fahrtrichtung" ist nach Beendigung der Arbeitsfahrt außer Kraft zu setzen.

StVO § 27 Abs. 1:

Die Lenker von Fahrzeugen des Straßendienstes, von Arbeitsmaschinen und sonstigen Fahrzeugen des Straßenbaus, der Straßenerhaltung, der Instandhaltung von Einrichtungen und Sicherungsanlagen des Verkehrs, der öffentlichen Beleuchtung oder der Straßenbahnanlagen sind bei Arbeitsfahrten an bestimmte Beschränkungen nicht gebunden; es geht dabei z.B. um das Verhalten bei bestimmten Bodenmarkierungen, beim Einordnen, bei Zufahrtsbeschränkungen, die Befolgung von Halte- und/oder Parkverboten, Rechtsfahrgebot, etc.

Ergänzungen:
Bei solchen Arbeitsfahrten handelt es sich um fortschreitende Arbeiten mit Arbeitsmaschinen, wobei der Arbeitsbereich ständig wechselt; die Arbeiten werden überwiegend von fahrenden Fahrzeug aus verrichtet. Bsp: Bodenmarkierungs-, Kanalreinigungsarbeiten.

StVO § 27 Abs. 4:

Die Lenker von solchen Fahrzeugen haben bei Arbeitsfahrten die an den Fahrzeugen angebrachten
Warnleuchten mit gelbrotem Licht einzuschalten.

StVO § 48 Abs. 3:

Bei Arbeitsfahrten gemäß § 27 Abs.1 können VZ auch an Fahrzeugen des Straßendienstes angebracht werden. Derart angebrachte VZ gelten nur für den Bereich der Arbeitstätigkeit; das Ende der Beschränkung ist daher in diesem Fall nicht anzuzeigen.

ACHTUNG: Dieses Weglassen des Endes von Beschränkungen hat dazu geführt, dass in allen Regelplänen die Länge der Baustelle beschränkt ist (RVS 05.05.43: 100 m und RVS 05.05.44: 50 m), um für den Autofahrer Klarheit zu schaffen. Es wird vorausgesetzt, dass Arbeiten unmittelbar hinter dem Arbeitsfahrzeug (im Sinne der Fahrtrichtung des allgemeinen Verkehrs) stattfinden.

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