Allgemeines

Wegen der hohen Verkehrsgeschwindigkeiten, der hohen Verkehrsdichte und der mitunter reduzierten Konzentration der Lenker sind Arbeitsstellen auf Straßen mit getrennten Richtungsfahrbahnen besonders gewissenhaft abzusichern.

Arbeitsstellen sind den Verkehrsteilnehmern in ausreichendem Abstand durch eine Vorwarnung anzukündigen. Hierzu sind die entsprechenden Verkehrszeichen (VZ) „Baustelle", „Fahrbahnverengung" und „Voranzeiger für Fahrstreifenverlauf" zu verwenden. Die Absicherung ist entsprechend den Regelplänen auszuführen; dabei sind örtliche Gegebenheiten und Anlageverhältnisse (Anschlussstellen, Parkplätze u.ä.) zu berücksichtigen. Wenn durch eine Arbeitsstelle ein oder mehrere Fahrstreifen gesperrt werden, ist zu prüfen, ob die Verkehrsdichte auf den verbleibenden Fahrstreifen nicht unzulässig hoch wird.

Auf Steigungsstrecken ist anzustreben, für den bergaufwärts führenden Verkehr zumindest zwei Fahrstreifen zur Verfügung zu stellen. Endet ein Baustellenbereich vor oder in einer Steigungsstrecke, ist die Anordnung eines LKW-Überholverbotes nach dem Baustellenbereich zu prüfen.
Eine Vermehrung der benutzbaren Fahrstreifen ist erreichbar durch:

  • Benützung des Pannenstreifens

  • Einschränkung der Fahrstreifenbreite

  • Verbreiterung der Fahrfläche

  • Teilweise oder gänzliche Überleitung auf die Gegenfahrbahn

Bei mehr als 4 km langen Arbeitsstellen ohne Pannenstreifen sind nach Maßgabe der örtlichen Gegebenheiten provisorische Pannenbuchten in Abständen von rund 2 km einzurichten. Sie sind tunlichst für einen LKW mit Anhänger auszulegen. In diesem Fall beträgt die Mindestbreite 3,5 m und die Mindestlänge 50 m.

Arbeiten außerhalb der Fahrstreifen sind nach Möglichkeit so durchzuführen, dass Einengungen der Fahrstreifen vermieden werden.

Es ist anzustreben, dass nicht zwei oder mehrere Arbeitsstellen innerhalb kürzerer Distanz aufeinander folgen. Der Mindestabstand zwischen zwei Arbeitsstellen längerer Dauer soll in der Regel mehr als 6 km betragen. Arbeitsstellen in kurzem Abstand sind eher in einer gemeinsamen Absicherung zusammenzufassen. Es ist zu prüfen, welche sonstigen in nächster Zeit anfallenden Arbeiten gleichzeitig durchgeführt werden können.

Eine Sperre mit Ableitung von der Autobahn ist möglichst zu vermeiden. Unvermeidbare Vollsperren sind nur während verkehrsarmer Zeiten einzuplanen.

Bei der Absicherung von Arbeitsstellen ist auch der Verkehr für Zu- und Abtransporte zu berücksichtigen. Es ist darauf zu achten, dass andere Verkehrsteilnehmer durch diese Fahrten nicht verunsichert werden.

Der Sicherheitsbereich ist definiert durch den Beginn der Absicherung bis zum Anfang des Arbeitsbereiches. Im Sicherheitsbereich ist das Abstellen von Fahrzeugen, die nicht der Absicherung dienen, die Lagerung von Material, der Aufenthalt von Personen usw. nicht zulässig.

Die in den Regelplänen dargestellten Maßnahmen definieren einen Mindeststandard. Zusätzliche Anbringungen von Einrichtungen zur Regelung und Sicherung des Verkehrs (z.B. dichtere Aufstellung von Elementen zur Längsführung) sind zulässig, sofern die Erkennbarkeit und Übersichtlichkeit der Verkehrsführung nicht darunter leiden.

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