Allgemeines

Getrennt nach Straßen mit zwei oder mehr Fahrstreifen je Fahrtrichtung (RVS 05.05.43) und Straßen mit einem Fahrstreifen je Fahrtrichtung (RVS 05.05.44) liegen jeweils Absicherungspläne für bestimmte Standard-Baustellensituationen vor.

Je nach Art und Dauer der Arbeiten muss nach folgenden Fällen unterschieden werden:

  • Arbeitsfahrten: Tätigkeiten, die mit einem Fahrzeug für die Straßenpflege, Straßenreinigung, Bodenmarkierungen u.dgl. durchgeführt werden; die Arbeiten werden überwiegend vom fahrenden Fahrzeug aus verrichtet
  • Arbeitsstellen von kürzerer Dauer: werden in der Regel innerhalb eines Arbeitstages bzw. einer Nacht abgeschlossen; im Allgemeinen nur während des Tages und bei guten Sichtverhältnissen; Arbeitsstellen dürfen beweglich oder stationär sein; Einengungen der Fahrstreifen sind zu vermeiden
  • Arbeitsstellen von längerer Dauer: stationäre Arbeitsstellen über mehrere Tage

Sind Zwangspunkte vorhanden, so sind diese Pläne entsprechend den örtlichen Verhältnissen zu verändern, zu kombinieren oder im Detail zu korrigieren (weniger oder zusätzliche VZ, geänderte Standorte von VZ, geänderte Längenabstände, usw.).

Die grobe Einteilung umfasst:

  • Arbeitsfahrten (A)
  • Bodenmarkierungsarbeiten (B)
  • Baustellen von kürzerer Dauer (K)
  • Detaildarstellungen über die Aufstellung bestimmter Absicherungen (D)
  • Einengungen oder Umleitungen (E oder U)
  • Arbeitsstellen von längerer Dauer (L)
  • Arbeiten im Geh- und/oder Radwegbereich (GR)
  • Zusätzlich Unterscheidung nach Freiland (F) und Ortsgebiet (O)

Da nicht alle Situationen dargestellt werden können bzw. bei Berücksichtigung vieler möglicher Fälle die richtige Auswahl schwierig wäre, ist bei der Wahl des zutreffenden Planes nicht nur auf die richtige Buchstabenkombination zu achten, sondern auch auf die passende Absicherungsform.

So kann beispielsweise an Stelle eines K-Planes der RVS 05.05.44 im Bereich eines zusätzlichen Fahrstreifens bei einer Kreuzung oder einer Kriechspur, ein K-Plan der RVS 05.05.43 zur Anwendung kommen.

Die Regelpläne sind so aufgebaut, dass im Freiland von einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ausgegangen wird, im Ortsgebiet von 50 km/h.

Sind auf dem für Bauarbeiten vorgesehenen Streckenabschnitt bereits niedrigere Geschwindigkeiten verordnet, können für den Geschwindigkeitstrichter nicht notwendige Beschränkungen weggelassen werden.

Bei höheren Ausgangsgeschwindigkeiten sind zusätzliche Geschwindigkeitsbeschränkungen kundzumachen.

Die Abstufungen bei Geschwindigkeitsbeschränkungen sollen in Schritten nicht unter 20 km/h und nicht über 30 km/h erfolgen. Das heißt, dass bei "60" im Ortsgebiet das VZ "50" nur dann erforderlich ist, wenn im Baustellenbereich "50" als höchste zulässige Geschwindigkeit gelten soll, nicht aber, wenn in der Baustelle "30" verordnet ist.

Ebenso ist im Freiland ein Übergang von "80" direkt zu "50" möglich. Bei bestimmten Regelplänen der RVS 05.05.44 sind bereits Standorte für zusätzliche Verkehrszeichen vorgesehen.

In allen anderen Fällen ist, wenn zusätzliche VZ aufgestellt werden müssen, darauf zu achten, dass sich VZ oder andere Baustelleneinrichtungen aus der Sicht des anrollenden Verkehrs nicht gegenseitig verdecken.

Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie die Seite weiter nutzen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Mehr Infos Akzeptieren